Von der Erft-Agentur aus Bergheim · aktualisiert Oktober 2026
Kurz gesagt: Ihre Website ist veraltet, wenn sie auf dem Smartphone nicht richtig funktioniert, langsam lädt, im Impressum noch das Telemediengesetz zitiert oder seit Jahren niemand mehr Updates einspielt. Die ersten drei Punkte kosten Anfragen, der letzte ist ein Sicherheitsrisiko. Mit dem 5-Minuten-Check unten prüfen Sie das selbst.
Eine Website hat im Handwerk inzwischen fast jeder Betrieb, das zeigt auch eine Bitkom-Umfrage von 2025 unter 504 Handwerksbetrieben. Die eigentliche Frage ist, wie alt diese Websites sind. Viele wurden einmal gebaut, als der Betrieb gegründet oder übernommen wurde, und seitdem kaum angefasst. Bei Betrieben in Bergheim, Kerpen oder Pulheim ist das nicht anders als anderswo.
Dieser Ratgeber ist für Inhaber, die das Gefühl haben, ihre Seite sei in die Jahre gekommen, aber nicht wissen, ob sich ein Neustart lohnt. Die Anzeichen sind nach Wirkung sortiert: erst das, was Kunden sofort sehen, dann das, was niemand sieht, aber teuer werden kann.

Was Ihre Kunden sofort merken
Auf dem Smartphone muss man zoomen
Wer unterwegs einen Elektriker sucht, öffnet Ihre Seite auf dem Handy. Winzige Schrift, Knöpfe, die zu nah beieinander liegen, oder seitliches Scrollen führen dazu, dass er zurück zu Google geht und den nächsten Betrieb anruft. Google bewertet Websites außerdem vor allem anhand ihrer Mobilversion.
Die Telefonnummer ist schwer zu finden
Steht Ihre Nummer nur im Impressum oder als Bild, das man auf dem Handy nicht antippen kann, verlieren Sie die schnellsten Anfragen. Die Nummer gehört nach oben, auf jeder Seite, als anklickbarer Link.
Die Seite lädt lange
Besonders im Mobilfunknetz kostet jede Sekunde Besucher. Google misst die Nutzererfahrung mit den Core Web Vitals. Einen kostenlosen Test bietet PageSpeed Insights von Google.
Inhalte stimmen nicht mehr
Alte Öffnungszeiten, Mitarbeiter, die längst weg sind, Leistungen, die Sie nicht mehr anbieten. Kunden schließen daraus schnell, dass sich niemand kümmert, und übertragen das auf Ihre Arbeit.
Was niemand sieht, aber teuer werden kann
Diese Punkte fallen Besuchern nicht auf. Sie sind trotzdem die wichtigeren, weil sie rechtliche oder technische Folgen haben.
Das Impressum ist veraltet
Seit dem 14. Mai 2024 gilt für die Impressumspflicht das Digitale-Dienste-Gesetz (§ 5 DDG). Steht in Ihrem Impressum noch „§ 5 TMG“, wurden die Rechtstexte seitdem vermutlich nicht geprüft. Das gilt dann oft auch für Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis, die zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passen müssen.
Hinweis: Keine Rechtsberatung. Lassen Sie Rechtstexte im Zweifel prüfen.
Niemand spielt Updates ein
Websites mit WordPress oder anderen Systemen brauchen regelmäßige Updates von System, Design-Vorlage und Erweiterungen. Bleiben sie aus, entstehen Sicherheitslücken. In der Bitkom-Umfrage nennen 96 Prozent der Handwerksbetriebe Bedenken bei IT-Sicherheit und Datenschutz als Hemmnis der Digitalisierung, 60 Prozent sehen IT-Sicherheit als Herausforderung für den eigenen Betrieb. Eine Website, die seit Jahren keine Updates bekommen hat, ist eine offene Tür.
Niemand hat mehr Zugang
Der Webdesigner von damals antwortet nicht mehr, die Zugangsdaten liegen auf einem alten Rechner, und auf wen die Domain läuft, weiß keiner genau. Dann ist die Website faktisch eingefroren. Prüfen Sie zuerst, ob die Domain auf Ihren Namen registriert ist. Ohne die Domain hilft auch die schönste neue Seite nicht.
Der 5-Minuten-Check
Nehmen Sie Ihr Smartphone und gehen Sie die Liste durch. Jedes „Nein“ ist ein Ansatzpunkt.
| Prüfpunkt | So prüfen Sie es |
|---|---|
| Lässt sich die Seite auf dem Handy ohne Zoomen lesen? | Website auf dem Smartphone öffnen |
| Ist die Telefonnummer oben und antippbar? | Auf dem Handy draufdrücken |
| Ist der Hauptinhalt nach wenigen Sekunden da? | Im Mobilfunknetz testen, nicht im WLAN |
| Zeigt der Browser ein Schloss-Symbol? | Links neben der Adresszeile schauen |
| Stimmen Öffnungszeiten, Leistungen und Team? | Startseite und Über-uns-Seite lesen |
| Nennt das Impressum das DDG statt des TMG? | Impressum öffnen, nach „TMG“ suchen |
| Finden Sie sich bei „Leistung + Stadt“ bei Google? | Im Inkognito-Fenster suchen, z. B. „Maler Bergheim“ |
| Wann gab es das letzte technische Update? | Webdesigner oder Hoster fragen |
| Läuft die Domain auf Ihren Namen? | Beim Hoster oder per Domain-Abfrage prüfen |
Optimieren oder neu machen?
Wenn die Technik aktuell ist und die Seite auf dem Handy funktioniert, reicht es meist, Texte, Fotos und Google-Optimierung zu überarbeiten. Ein Neustart ist in der Regel günstiger, wenn die Seite nicht mobiloptimiert ist, sich nicht mehr aktualisieren lässt oder niemand mehr Zugang hat. Dann kostet das Flicken mehr als ein sauberer Neuanfang.
Was eine neue Website kostet, rechnen wir im Ratgeber Was kostet eine Website für Handwerker im Rhein-Erft-Kreis? über drei Jahre durch. Wenn Sie Azubis suchen, lohnt beim Neustart gleich eine Karriereseite.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man eine Website erneuern?
Updates und Sicherheit brauchen laufende Pflege, Inhalte sollten Sie mindestens einmal im Jahr prüfen. Ein neues Design wird meist fällig, wenn die Seite auf dem Smartphone nicht mehr gut funktioniert oder sich technisch nicht mehr sinnvoll anpassen lässt.
Verliere ich bei einem Neustart meine Google-Platzierungen?
Nicht, wenn der Umzug sauber gemacht wird. Die Domain bleibt gleich, und wichtige alte Unterseiten werden auf passende neue Seiten weitergeleitet. So findet Google die neuen Inhalte und überträgt die bisherigen Signale.
Kann ich meine alte Domain behalten?
Ja, sofern sie auf Ihren Namen registriert ist. Die neue Website wird unter der bestehenden Adresse veröffentlicht. Liegt die Domain beim früheren Dienstleister, lassen Sie sie zuerst auf sich übertragen.
Unser Rat
Machen Sie den 5-Minuten-Check heute mit Ihrem eigenen Handy. Bei drei oder mehr „Nein“ verschenken Sie Anfragen. Wenn Sie eine zweite Meinung wollen, prüfen wir Ihre Seite kostenlos und melden uns innerhalb von 48 Stunden, für Betriebe in Bergheim, Kerpen, Erftstadt und im ganzen Kreis.
Über die Erft-Agentur: Die Erft-Agentur aus Bergheim, gegründet von Thomas Burak, erstellt Websites und Google-Profile für kleine und mittelständische Betriebe im Rhein-Erft-Kreis.

